XING ist laut forsa beliebtestes Business-Netzwerk

In Deutschland bleibt nach wie vor XING der Platzhirsch der Online-Business-Netwerke, zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle forsa-Umfrage. Insgesamt nahmen 1.000 deutsche Fach- und Führungskräfte an der Befragung teil.

Aus der Studie geht hervor, dass XING als einziges Business-Netzwerk die eigene Markenbekanntheit gegenüber dem Vorjahr steigern konnte. Mittlerweile kennt XING bereits jede dritte (34 Prozent) Führungskraft in Deutschland (Vorjahr: 30 Prozent). Überdurchschnittlich bekannt ist XING unter 30- bis 39-Jährigen (50 Prozent), unter den besserverdienenden Führungskräften mit einem Haushaltsnettoeinkommen von mindestens 4.000 Euro (53 Prozent) sowie unter Personen, die in Orten mit 100.000 und mehr Einwohnern leben (44 Prozent). In diesen Zielgruppen wird XING auch besonders häufig genutzt. Auffallend ist der große Vorsprung bei der ungestützten Markenbekanntheit: 21 Prozent fällt spontan XING ein, während der nächstfolgende Wettbewerber nur 3 Prozent erreicht.

Forsa Bekannheit Business-Netzwerke 72dpi

„Wir freuen uns sehr über das klare Ergebnis. Es bestärkt uns, auch weiterhin unsere Kunden in den Mittelpunkt unserer Anstrengungen zu stellen. Deshalb werden wir noch stärker in die Weiterentwicklung unserer Plattform investieren“, meint Dr. Stefan Groß-Selbeck, Vorstandsvorsitzender der XING AG. „Unser Ziel ist, dass XING für immer mehr Berufstätige und Unternehmen zu einem täglich genutzten Werkzeug wird, das sie besser und erfolgreicher macht in dem, was sie tun.“

Ob das Ziel erreicht wird, bleibt fraglich: Nach dem letzten Quartalsbericht des börsennotierten Unternehmens stagnierte die Zahl der neu registrierten Nutzer. Auch die Premium-Mitgliedschaften gingen zurück. Zunehmend verlieren viele Mitglieder bei Social Networks die Lust am Online-Netzwerken und halten dies für reine Zeitverschwendung.

Berufliches wird auch im Internet von Privatem getrennt
Anders als in vielen anderen Ländern, halten in Deutschland 79 Prozent der von forsa befragten Fach- und Führungskräfte eine klare Trennung von Privatem und Beruflichem für wichtig. Sie möchten nicht, dass geschäftliche Kontakte zu viel über ihr Privatleben erfahren können. Zudem sehen 72 Prozent der befragten Fach- und Führungskräfte es für wichtig an, das eigene Online-Image selbst zu pflegen. Allerdings zeigt die Studie auch Nachholbedarf auf, denn mit der tatsächlichen Kontrolle des eigenen Online-Images nehmen es die befragten Manager nicht so genau. Während nur 15 Prozent mindestens einmal im Monat überprüfen, was über die eigene Person im Internet zu finden ist, haben dies 37 Prozent der Befragten bisher noch nie getan.

„Most business is local“
Obwohl Deutschland eine der weltweit führenden Exportnationen ist, pflegen 75 Prozent der bundesweit befragten Fach- und Führungskräfte ihre Geschäftskontakte in erster Linie im deutschsprachigen Raum. Nur 10 Prozent der Manager haben überwiegend Geschäftskontakte außerhalb Europas. Zudem halten es 57 Prozent der Befragten für wichtig, über das Internet geknüpfte Geschäftskontakte auch persönlich kennenzulernen.

Forsa Verteilung Geschäftskontakte 72dpi

Dieser Beitrag hat 6 Kommentare
  1. Ein wirklich sehr interessanter und aufschlussreicher Artikel…teilweise überraschen mich die statistiken aber andererseits merkt man das auch wenn man sich eine weile beruflich im netz rumtreibt….

    LG Tanja

  2. Mir wäre bei einer Befragung spontan auch nur Xing eingefallen, andere Business-Netzwerke habe ich auch noch nie genutzt. Xing ist ja prinzipiell auch sehr gut gemacht, ich kann allerdings verstehen, dass die Zahl der Premium-Mitgliedschaften zurück geht. Ich habe meinen Xing-Account nach einer Weile auch immer seltener genutzt und kommuniziere lieber per Mail oder Messenger. Interessante neue Kontakte konnte ich über Xing nur wenige knüpfen.

  3. Als Alternative kann ich das Business-Netzwerk LinkedIn empfehlen. Mit über 60 Millionen Mitgliedern ist es das größte seiner Art. Anders als bei XING, sind hier über 90 Prozent aller Funktionen auch in der kostenlosen Basismitgliedschaft verfügbar.

  4. @steffen
    Hätte ich niemals gedacht dass LinkedIn größer als Xing ist. Aber auch populärer bzw. genauso bekannt? Wie dem auch sei, mit Xing bin ich super zufrieden

  5. Hallo Tanja!

    Im Moment bleibt im deutschsprachigen Raum XING auch unangefochten. Allerdings hat sich XING mit der Beschneidung der Möglichkeiten in der Basis-Mitgliedschaft selbst ein Ei gelegt. Größte Einschränkung ist, dass Basismitglieder keine Nachrichten versenden dürfen – nicht mal an ihre eigenen Kontakte. Unter diesen Voraussetzungen werden es sich viele überlegen, dafür zu bezahlen oder es kostenlos beim Konkurrenten LinkedIn zu nutzen. Die Zahlen der neu registrierten Mitglieder geben dem jedenfalls Recht. Während bei XING die Neuzugänge an Mitgliedern und Premium-Upgrades zurückgehen, steigen bei LinkedIn in Deutschland die Registrierungen. Allein im 3. Quartal 2009 hatte LinkedIn einen Zuwachs von 8 Millionen (gesamt) neuen Mitgliedern – genauso viele wie XING insgesamt an Mitgliedern hat. Inzwischen nicht zu unterschätzen ist aber auch die Popularität von Facebook in Deutschland.

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