Nuscha Ferber gewinnt Twitter-Lyrik-Wettbewerb

Rund 300 Einsendungen sowie zahlreiche Blogeinträge, Kommentare, Tweets und Diskussionen im Netz – der Twitter-Lyrik-Wettbewerb von BoD und dem Literatur-Café ist nicht nur bei der Twitter-Gemeinde auf großes Interesse gestoßen. Gewonnen hat Nuscha Ferber mit ihrem 136 Zeichen langen Gedicht zum Thema Tod und Vergänglichkeit.

„Die große Resonanz auf den Wettbewerb hat uns wirklich überrascht“, sagt Friederike Künzel, Pressesprecherin von BoD. „Es haben nicht nur unglaublich viele Leute mitgemacht, sondern das Thema hat sich im Netz wie von selbst verbreitet.“

Zum besten Lyrik-Tweet kürte die Jury den Beitrag von Nuscha Ferber:
twitter-gedicht

Mit Zeilenumbrüchen aufbereitet sieht das Gedicht dann so aus:

es ist kristallklar und still
ein Kreuz, ein Zaun,
die Spitzen pietätvoll zugeschneit
während Elstern
auf einem Hasen sitzen
und fressen

Wolfgang Tischer, Herausgeber des Literatur-Cafés und Sprecher der Jury begründet die Entscheidung wie folgt:

„Mit seiner lyrischen Sprache und den eigenwilligen, verstörenden Bildern ragt das Gedicht deutlich aus der Masse der Einsendungen heraus. Trotz oder gerade wegen der formalen Einschränkung auf 140 Zeichen ist Ferber ein poetisches Werk gelungen, das nachwirkt und viel Raum für eigene Bilder und Assoziationen lässt.“

Insgesamt hatte die Jury rund 300 eingereichte Beiträge zu bewerten, die zwischen dem 19. Februar und 21. März mit Twitter verfasst und auf der Wettbewerbsseite verlinkt wurden. Alle Gedichte werden demnächst im ersten deutschen Twitter-Lyrikband bei BoD veröffentlicht.

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