Google Wave – Die neue Internetrevolution?

Das von Google im Mai 2009 vorgestellte internetbasierte System zur Kommunikation und Zusammenarbeit in Echtzeit namens Google Wave geht in die nächste Runde. Für 100.000 Neugierige steht das revolutionäre Tool in einem geschlossenen Beta-Test seit dieser Woche zur Verfügung.

Google wave logo Google Wave soll die Kommunikation in vielen Bereichen vereinfachen und effizienter gestalten. Gerade die Zusammenarbeit mit anderen Kollaborations-Werkzeugen wird diese Software revolutionieren.

Google Wave ist als frühe Developer-Preview-Version von den beiden bei Google Australien tätigen Brüdern Jens und Lars Rasmussen entwickelt worden, die mit ihrer eigenen Firma Where 2 Tech die Grundlage von Google Maps bildeten, bevor diese von Google übernommen wurde. Google Wave ist mittels des Open-Source-Programmier-Frameworks Google Web Toolkit realisiert.

„Zwei der erfolgreichsten Wege der digitalen Kommunikation, E-Mail und Instant Messaging, wurden bereits in den 60er Jahren entwickelt. Seitdem sind so viele verschiedene neue Wege eingeschlagen worden – Blogs, Wikis, kollaborative Dokumente etc. –, Computer und Netzwerke haben sich enorm verbessert. Mit Google Wave schlagen wir eine neue Art der Kommunikation und Online-Zusammenarbeit vor, die diese Fortschritte zum Ausgangspunkt hat“, sagt Entwickler Lars Rasmussen bei der Präsentation von Google Wave.

Google wird Großteile der eigenen Implementierung als auch das Wave-Protokoll als Open Source veröffentlichen. Damit ist die Realisierung eigener Wave-Systeme ermöglicht wird. Zudem können über eine API Erweiterungen für Google Wave geschrieben werden.

Eine Präsentation der Features von Google Wave werden im folgenden Video präsentiert:

Der Superhype wird allerdings nicht von allen geteilt, so schreibt A-Blogger Robert Scoble:

„Dieser Dienst wird unglaublich überschätzt. Wer es schon benutzt hat, merkt, dass es das schlechteste von E-Mail und Instant Messenger zusammenbringt: nämlich Unproduktivität.“

Auch Spiegel Online (SPON) sieht dem Trend des Echtzeitsweb eher skeptisch entgegen. Andere sprechen dagegen keinesfalls von einem Information Overload. Sie können ohne das Internet nicht mehr leben:

Für nichts auf der Welt würde ich wieder ohne Internet, Blogs und all die verschiedenen Online-Tools, die hier täglich zum Einsatz kommen, weiter leben wollen“, entgegnet Marcel Weiss bei netzwertig auf kritische Stimmen.

Soweit würde ich mich jetzt nicht hinauslehnen, denn ab und zu sehne auch ich mich nach einem internetfreien Tag – fernab von E-Mails, RSS-Feeds, Blogs und Mobiltelefon. Deshalb wünsche ich mir das neue Hypetool Google Wave noch nicht herbei.

Eine schöne Zusammenfassung gibt es bei seibert-media.net.

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Dieser Beitrag hat 3 Kommentare
  1. Das klingt ja spannend. Ich freue mich schon auf die nächsten Infos. Echtzeit ist etwas, was sich vor allem die Suchmaschinenoptimierer (und auch die Shopbetreiber wie ich) schon immer gewünscht haben 😉 Danke also für den nützlichen Tipp.

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